
Snickarglädje - ein Wort das du verstehen solltest
Snickarglädje - Des Tischlers Freude
Sicher sidn dir vor allem in Småland schon einmal die tollen Holzverzierungen an den roten Häuschen aufgefalllen. Sie heißen auf Schwedisch snickarglädje.
Was heißt eigentlich "snickarglädje"?

Backa Loge am Fegen
Wenn man snickarglädje nachschlägt, erhält man folgende Erklärung: „Holzverzierung, zum Beispiel an Veranden oder Dachkanten schwedischer Häuser“. Das ist lange nicht so schön wie eben snickarglädje.

Snickarglädje an der Veranda eines verfallenden Hauses in Småland
Snickarglädje an einem Haus in Kalv
Wie setzt sich das Wort "snickarglädje" zusammen?
Das Wort ist aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt: Tischler und Freude. So eine Verzierung zu tischlern hat also dem Tischler offenbar viel Freude bereitet. Und uns macht es viel Freude sie anzuschauen. Oder etwa nicht?

Wo findet man snickarglädje?
Im Prinzip findest du verzierte Holzveranden in ganz Schweden. Dennoch läuft man ihnen nicht ständig über den Weg. Manchmal muss man geduldig Ausschau halten.
Sehr viel snickarglädje findest du vor allem auf dem Land. Nimm in Småland nicht nur die großen Straßen, sondern fahre auch mal auf kleineren Wegen, dann hast du bestimmt Glück.
Aber nicht nur in Småland findest du snickarglädje - halte einfach die Augen offen!
Seit wann gibt es snickarglädje?
Veranden und Dachkanten mit Laubsägemustern zu verzieren, wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts modern.
Dieser Baustil heißt Schweizerstil (kannst du dir wohl denken, warum - sieh dir traditionelle Häuser in der Schweiz an), wird in Schweden aber snickarglädje genannt.
Wo wird snickarglädje noch verwendet?
Sehr beliebt sind zur Zeit Trockengestelle mit snickarglädje-Verzierung. Immer häufiger bauen sich nicht nur Schwedenfans diese sehr schönen Wäscheleinengestelle auch hierzulande.
Und es ist nicht einmal so sehr schwer, Wer ein bisschen handwerkliches Geschick hat, kann sich ein solches Gestell für den Garten selbst bauen.
Damit du eine Vorstellung ahst, was ich meine, hier eine Zeichnung, die ich für unseren "hauseigenen Handwerker" gemacht habe, denn hier ist der Traum von der schwedischen Wäscheleine auch ziemlich groß!

Quellen:
Göran Gudmundsson: Stora boken om byggnadsvård, Bonnier Fakta 2010














































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