Das Knutfest in Schweden - Nu dansas julen ut!

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Das Knutfest in Schweden - Nu dansas julen ut!

Heute ist es soweit! Am 13. Januar, zwanzig Tage nach Heiligabend, feiern die Schweden den Knutstag und Weihnachten ist offiziell zu Ende.

Knut beendet die Weihnachtszeit in Schweden

Der alte Bauernkalender besagt, dass König Knut die Bauern bat, ihm zu helfen Weihnachten auszukehren. Seit dem 17. Jahrhundert haben die Schweden nun den Brauch am 20. Tag nach Weihnachten den Weihnachtsbaum hinauszuwerfen und zuvor eine sogenannte Weihnachtsbaumplünderung zu veranstalten!

Pippi plündert den Weihnachtsbaum

Du kennst vielleicht die Geschichte von Astrid Lindgren „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“. Das ist möglicherweise die bekannteste, literarische Plünderung des Weihnachtsbaumes.

Pippi hat in ihrem Garten einen Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten und Geschenken geschmückt und alle Kinder der Stadt zum Plündern eingeladen. Es wird ordentlich Süßes vom Baum genascht und gefeiert, und am Ende des Festes kann sich jedes Kind ein Geschenk vom Baum mit nach Hause nehmen.

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Knut und Knut - Namensgeber für das Knutfest in Schweden

Der 13. Januar ist der Namenstag von Knut. Aber welchem eigentlich? Der Tag hat seinen Namen vom dänischen Herzog Knut Lavard, der am 7. Januar 1131 ermordet und später heilig gesprochen wurde. Sein Todestag fiel zufällig auf den 7. Januar, also einen Tag nach dem 6. Januar, der in Schweden Trettondagen heißt (der 13. Tag nach Weihnachten).

Vor dem 17. Jahrhundert war in Schweden am Trettondagen (13 Tage nach Heiligabend) Weihnachten zu Ende, so wie wir es in unseren Breiten vielerorts kennen. Mit dem Eintreffen der Heiligen Drei Könige am 6. Januar ist Weihnachten vorbei.

Ende des 17. Jahrhunderts verlängerten die Schweden die Weihnachtsfeierlichkeiten einfach um eine Woche und der Namenstag Knuts wurde vom 7. Januar auf den 14. Januar verschoben. Als Ursache dafür wird die Tatsache genannt, dass in alter Zeit jeder große kirchliche Feiertag acht Tage später ein „Nachfest“ hatte.

Der oben genannte Knut, der die Bauern bat, Weihnachten mit ihm auszukehren, ist allerdings der dänische König Knut, der ebenfalls heilig gesprochen wurde und der als der Beschützer der mittelalterlichen Knutsgilden galt. Diese Gilden (auf Schwedisch heißen sie „gille“) waren eine Art mittelalterliche Handelsvereinigungen.

Manchmal veranstalteten die Knutsgilden Bälle, was wahrscheinlich eine Art Vorbild für die heute stattfindenden Bräuche war.

Weihnachten wird ausgekehrt

Ein weiterer Faktor, der das Plündern des Weihnachtsbaumes beeinflusst haben mag, waren in der bäuerlichen Gesellschaft die Streiche der Kinder und Jugendlichen an diesem Tag.

Sie zogen durch die Dörfer und erbettelten Essen und Getränke. Gleichzeitig verkündeten sie das Ende von Weihnachten.

Plünderung des Weihnachtsbaumes

Seit dem 20. Jahrhundert wird der 13. Januar vermehrt mit Kindern und Süßigkeiten verknüpft. Die Plünderung des Weihnachtsbaumes ist heutzutage vielerorts ein öffentliches Fest, was seine Blütezeit in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg hatte.

Orte, Gemeinden oder Vereine laden dieser Tage zum „Julgransplundring“ ein. Manchmal ist es eine Fika im Vereinshaus, manchmal gibt es noch einmal einen Tanz um den Baum, der dann hinausgeworfen wird.

Auf jeden Fall aber sind viele Süßigkeiten, Pfefferkuchen und andere Leckereien nochmal am Start!

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Quelle: https://www.nordiskamuseet.se/aretsdagar/tjugondag-knut 2023-01-13

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